Glossar: Balkonkraftwerk-Begriffe einfach erklärt
Wechselrichter, Wattpeak, Einspeiseleistung – die Welt der Balkonkraftwerke steckt voller Fachbegriffe. Hier findest du die wichtigsten Begriffe verständlich erklärt.
- Amortisation
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Der Zeitpunkt, ab dem die Stromersparnis durch das Balkonkraftwerk die Anschaffungskosten übersteigt. Bei aktuellen Balkonkraftwerken liegt die Amortisationszeit meist bei 2–4 Jahren.
- Bifaziale Module
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Solarmodule, die auf beiden Seiten Licht aufnehmen und in Strom umwandeln können. Die Rückseite nutzt reflektiertes und diffuses Licht, was den Ertrag um 5–15 % steigern kann – besonders bei hellen Untergründen oder aufgeständerter Montage.
- Degradation
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Die natürliche, altersbedingte Leistungsminderung von Solarmodulen. Hochwertige Module verlieren pro Jahr etwa 0,3–0,5 % ihrer Leistung. Nach 25 Jahren liefern sie typischerweise noch 80–85 % der Nennleistung.
- Einspeiseleistung
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Die maximale elektrische Leistung, die der Wechselrichter ins Hausnetz einspeist. Für Balkonkraftwerke in Deutschland gilt seit 2024 eine Obergrenze von 800 Watt (zuvor 600 W).
- kWh (Kilowattstunde)
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Die Maßeinheit für elektrische Energie. Eine kWh entspricht dem Verbrauch eines Geräts mit 1.000 Watt Leistung über eine Stunde. Ein typisches Balkonkraftwerk mit 800 Wp erzeugt in Deutschland etwa 600–900 kWh pro Jahr.
- Marktstammdatenregister (MaStR)
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Das zentrale Register der Bundesnetzagentur für alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland. Jedes Balkonkraftwerk muss dort registriert werden – die Anmeldung ist kostenlos und dauert etwa 15–20 Minuten.
- Modulleistung
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Die maximale Leistung eines Solarmoduls unter standardisierten Laborbedingungen (STC), angegeben in Wattpeak (Wp). Aktuelle Balkonkraftwerk-Module haben typischerweise 380–450 Wp pro Modul.
- MPP-Tracker
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Maximum Power Point Tracker – eine elektronische Schaltung im Wechselrichter, die den optimalen Arbeitspunkt der Solarmodule ermittelt und so den maximalen Ertrag sicherstellt. Gute Mikro-Wechselrichter haben je einen MPP-Tracker pro Moduleingang.
- Nulleinspeisung
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Ein Betriebsmodus, bei dem der gesamte erzeugte Solarstrom selbst verbraucht und kein Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Wird oft mithilfe eines Batteriespeichers und intelligenter Steuerung realisiert.
- PV-Modul (Photovoltaik-Modul)
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Ein Solarmodul, das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandelt. Besteht aus vielen miteinander verbundenen Solarzellen, die in einem robusten Rahmen mit Glasabdeckung geschützt sind.
- Schuko-Stecker
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Der haushaltsübliche Schutzkontakt-Stecker (CEE 7/4), über den viele Balkonkraftwerke direkt mit dem Hausnetz verbunden werden. Seit der VDE-Norm V 0126-95 (Dezember 2025) ist der Schuko-Stecker für Balkonkraftwerke bis 800 W Einspeiseleistung offiziell normkonform.
- Verschattung
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Die teilweise oder vollständige Abschattung der Solarmodule durch Gebäude, Bäume, Geländer oder andere Hindernisse. Bereits geringe Verschattung kann den Ertrag erheblich reduzieren, da in Reihe geschaltete Zellen sich gegenseitig beeinflussen.
- Wechselrichter (Mikro-Wechselrichter)
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Wandelt den Gleichstrom (DC) der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom (AC) um. Bei Balkonkraftwerken kommen kompakte Mikro-Wechselrichter mit integriertem NA-Schutz zum Einsatz, die direkt an der Rückseite der Module oder am Geländer befestigt werden.
- Wieland-Steckdose
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Eine spezielle Einspeisesteckdose (RST20i3) für Solaranlagen mit Berührungsschutz. Muss von einem Elektriker installiert werden. Seit der neuen VDE-Norm Ende 2025 ist sie bei Balkonkraftwerken bis 800 W nicht mehr zwingend erforderlich, wird aber weiterhin als sicherste Lösung empfohlen.
- Wirkungsgrad
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Der Anteil der Sonnenenergie, den ein Solarmodul tatsächlich in Strom umwandelt. Aktuelle Module erreichen einen Wirkungsgrad von 20–23 %. Je höher der Wirkungsgrad, desto mehr Strom wird pro Fläche erzeugt.
- Wp (Wattpeak)
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Die Einheit für die Nennleistung eines Solarmoduls unter standardisierten Testbedingungen (STC: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur). Ein Modul mit 440 Wp liefert unter idealen Bedingungen 440 Watt. In der Praxis liegt die tatsächliche Leistung je nach Wetter und Ausrichtung darunter.
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